Die ersten Gipsmasken sind schon genommen
Das Projekt „Wächter der Ruhe – Wächter der Ruhr“ startet am Montag, den 10. August um 11 bis 17 Uhr auf dem Neumarkt in Alt-Arnsberg. Alle Bürgerinnen und Bürger im Stadtgebiet Arnsberg können sich an dem Kunstprojekt beteiligen.
Was geschieht? Von den teilnehmenden „Freiwilligen“ werden Gipsmasken ihrer Gesichter genommen, später mit Beton ausgegossen und mit einer Gewindestange versehen. Die entstandenen Gesichter werden in der Ruhr zwischen Oeventrop und Vosswinkel verortet. Die Ruhrwächter stellen einen der Arnsberger Beiträge zum Großprojekt „AufRuhr“ dar. Bürger werden zu stummen Zeugen und Bewacher des Arnsberger Ruhrabschnittes.
„Die ersten ‚Freiwilligen’ waren in den letzten Wochen schon in unserer Werkstattgalerie ‚Der Bogen’ und haben ihr Gesicht verewigt“, zeigt sich Haimo Hieronymus zufrieden, „sogar Vereinsvorstände haben Interesse bekundet und wollen einen Platz in der Ruhr haben.“

Zusammen mit seinen Bogen-Künstler-Kollegen Karl-Heinz Hosse, Stephanie Neuhaus, Kirsten Minkel, Pit Schrage, Manuel Quero und Tristan Meinschäfer wird er bis zum 15.August auf dem Neumarkt Gesichtsabdrücke nehmen. „Wir hoffen, dass nicht nur Prominenz teilnimmt. Hier sind alle gefragt, durchaus auch Touristen, die sich an unserer Ruhr wohlfühlen“, betont Hosse.
Über ein Jahr erstreckt sich das Ruhr-Wächter-Projekt. „Nicht nur während des Kunstsommers werden Gipsmasken erstellt. Jeder Ortsteil bekommt die Möglichkeit bei irgendwelchen Festen weitere Masken von den Bogen-Künstlern abnehmen zu lassen“, erklärt Peter Kleine, Leiter des Kulturbüros. Die Individuen sollen die Ortsteile verbinden und ein Heimatgefühl geben. Arnsberg kann mehr sein, als die Summe der einzelnen Stadtteile. Die Ruhr ist das Bindeglied, welches die Kommune symbolisch zusammenhält. „Vielleicht können die Ortsheimatpfleger mit uns Kontakt aufnehmen“, wünscht sich Minkel. Die Teilnahme ist kostenlos.
Teilnahmebedingung:
Man meldet sich unter folgender Email-Adresse haimo@ruhrwaechter.de an oder kommt in der Zeit vom 10. bis 15. August zwischen 11 und 17 Uhr zum Neumarkt in Alt-Arnsberg. Da Gipsklekse entstehen können, bitte ein altes Hemd oder ähnliche Oberbekleidung mitbringen. Der Vorgang dauert zirka 30 Minuten.
Folgende persönliche Daten werden erbeten: Geburtsort und derzeitiger Wohnort oder die besondere Beziehung zur Ruhr. So kann dokumentiert werden, dass und wie sich Verknüpfungen zwischen Orten ergeben. Wer möchte, kann seinen Namen hinterlegen, so hat jeder „Ruhrwächter“ die Möglichkeit genannt aber auch anonym teilzunehmen. Jeder Teilnehmer wird numerisch erfasst um die eigene Verortung besuchen zu können. Die persönlichen Daten oder Teile davon werden nur mit Einwilligung der Beteiligten veröffentlicht. Die Daten dienen der Werkstattgalerie „Der Bogen“ primär zur strukturellen Dokumentation des Großprojekts. Die Standorte der Verortung werden von der unteren Landschaftsbehörde festgelegt. Die ersten zehn Verortungsplätze stehen schon fest. Am Samstag, den 15. August findet die erste Verortung im Rahmen des Kunstsommers an der Bazillenbrücke statt.
Informationen unter: www.ruhrwaechter.de
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